7 Tipps, wie du es leichter schaffst dranzubleiben

Veränderung braucht Zeit und Übung.

Jede Veränderung braucht Zeit und Übung, sei es das Erlernen eines Musikinstruments, das Erlernen einer Fremdsprache, das Erlernen einer Fähigkeit, wie zum Beispiel Kochen.


Eine Sprache lernen

Ich habe vor einigen Jahren einen Versuch gestartet Italienisch zu lernen. Mein Mann hatte ein Büchlein, Italienisch in 30 Tagen rumliegen und dann habe ich noch so eine App installiert. Anfangs habe ich wirklich regelmäßig damit gearbeitet. Ich habe mir Wortschatz angeeignet und die Lektionen gemacht. Allerdings brauchte ich immer viel länger für eine Lektion als angegeben und ich nahm mir auch nicht jeden Tag die Zeit etwas an meinen Italienischkenntnissen zu tun. Als wir dann im Sommer in Italien waren, habe ich zwar fast nichts verstanden, wenn die lieben Italiener untereinander redeten, aber ich konnte so manches Schild entziffern, verstand die Speisekarte besser und erkannte auch im Gesprochenen immer wieder einzelne Wörter. Nicht schlecht für ein paar Monate Arbeit. Aber dann kam der Alltag wieder. Das Büchlein verstaubte im Regal und die App vegetierte unbenutzt auf meinem Handy. Beim nächsten Italienurlaub 3 Jahre später war fast alles weg. Ich hatte mir davor auch kaum Zeit genommen in dem Büchlein zu arbeiten. („Die Zeit gefunden…“ ist ja bekanntlich nur eine Ausrede vor sich selbst). Schade, dass ich damals nicht weiter vertieft hatte und mir vielleicht auch einen Lehrer gesucht hatte. Allerdings waren mir andere Dinge immer wichtiger erschienen.

Ein Instrument lernen

Anders beim Erlernen des Saxofon Spielens. Hier waren meine Motivation und mein Ehrgeiz groß genug. Ich wollte ja mit meinen Freunden und meinem Mann eine Dixieland-Kapelle aufmachen. Auch hier habe ich es ohne Lehrer geschafft, aber ich habe Onlinekurse besucht und befreundete Saxofonisten um Rat gefragt. Innerhalb kurzer Zeit war ich gut genug mit den Freunden mitzuspielen und dann auch die ersten Konzerte zu geben. (Ich spielte wohl schon Querflöte und habe früher auch mal ein bisschen Klarinette gespielt, was ähnlich ist.) Aber ich musste und muss auch weiterhin regelmäßig üben, damit meine Finger wissen, was sie machen müssen und meine Lippen einen ordentlichen Ton aus dem Instrument rauskriegen. Ansonsten klingt so ein Instrument grausam.

Dranbleiben

Dieses dranbleiben ist immer wieder eine Herausforderung. Sich im Alltag oft genug aufzuraffen und sich mindestens eine halbe Stunde Zeit zu machen. War ich jedoch einmal im Gang, dann hat mir das Üben immer viel Freude gemacht. Auch jetzt mit Corona, wo viele Proben und Konzerte ausfallen mussten, war es oft schwer dranzubleiben. Sich zu motivieren, wenn kein äußerer Druck da war. Aber der Spaß am Spielen und der Erfolg sind meine Belohnung, doch immer wieder meine Freizeit mit der Musik zu verbringen und dafür auch relativ regelmäßig zu üben. Zum Glück habe ich anfangs wirklich fast jeden Tag geübt. Sonst stände ich nicht da, wo ich jetzt stehe.

Falls du auch ein Instrument spielst, erkennst du dich vielleicht in der Geschichte. Ansonsten hast du auch mal eine Sprache gelernt oder eine Fähigkeit wie kochen oder backen…

Veränderung des eigenen Verhaltens

Auch das Verändern des eigenen Verhaltens braucht Zeit und Übung. Dabei macht es keinen großen Unterschied, welches Verhalten man ändern möchte.

Vielleicht kennst du das, du würdest gerne mehr für deinen Körper tun und beschließt regelmäßig Sport zu machen. Du überlegst, welche Sportart dir Spaß machen würde. Du recherchierst, wo du diese Sportart ausüben kannst, was du dafür an Material benötigst und dann entscheidest du, ob das was für dich wäre. Vielleicht weißt du von dir, dass du lieber allein Sport machst und entscheidest dich zum Beispiel zum Schwimmen, Radfahren oder Joggen. Oder du möchtest gerne einen Mannschaftssport ausüben. Dann suchst du ein Team, dass zu dir passt und dich aufnimmt. Manche Sportarten gehen nur mit Trainer, andere kannst du auch selbst praktizieren. Jedoch auch beim Lauftraining ist es sehr nützlich zu wissen, dass man am besten langsam startet und seine Leistung immer weiter steigert. Dieses Wissen kann man sich im Internet oder in Büchern sehr gut aneignen. Und nun? Wenn du nicht regelmäßig deine Laufschuhe anziehst und losläufst, wirst du es nur in den seltensten Fällen schaffen 10 km am Stück zu laufen, oder gar einen Marathon zu schaffen.

Wie schaffst du es dranzubleiben?

Ob du dein Ziel erreichst, jede Woche Sport zu machen oder deine Fähigkeit zu lernen liegt einzig und allein daran, ob du es schaffst dranzubleiben. Schaffst du es dich jedes Mal aufs Neue zu motivieren, auch wenn es mal hart ist? Wenn du müde bist von der Arbeit, wenn du beim Laufen weniger schaffst als beim letzten Mal, wenn es regnet, wenn du es nicht schaffst dich auf das Neue zu konzentrieren…

Es gibt Menschen, die können sich selbst sehr gut überwinden, die stecken voller Ehrgeiz, immer ihre Ziele zu erreichen und sich selbst und andere zu übertrumpfen. Den meisten Menschen ist dies leider nicht in die Wiege gelegt. Die eigene Motivation reicht dann nicht immer aus und oft schläft das ganze Vornehmen nach einer gewissen Zeit wieder ein.

Rückschläge

Rückschläge sind ganz normal und gehören zum Leben dazu. Der Vorteil ist, dass wir aus unseren Fehlern lernen und beim nächsten Mal, wenn wir uns wieder ernsthaft aufrappeln, regelmäßig Sport zu machen, manche Sachen anders machen können. Wir können uns unsere Lauftermine in den Kalender schreiben, wir können uns mit jemanden verabreden, um gemeinsam zu gehen oder einen Trainer suchen. Je nachdem, wo es beim letzten Mal schief gegangen ist und was dir in dem Moment am meisten helfen würde.

Schüchternheit überwinden

Dies alles gilt auch beim Überwinden von Schüchternheit und allen Veränderungen von persönlichen Verhaltensmustern, also die Art, wie du dich meistens in bestimmten Situationen verhältst. Wahrscheinlich gilt es hier sogar noch mehr. Immerhin geht es hier darum dich selbst zu überwinden. Es war ja für irgendetwas gut, dass du dich unbewusst immer auf diese Art geschützt hast. Auch wenn dein Verstand das anders sieht. Lese dazu auch gerne meinen Blog: Warum du Schüchternheit nicht einfach ablegen kannst. Warum du Schüchternheit nicht einfach ablegen kannst! - stephanie-crumbach.eu.

Unser innerer Schweinehund, der gelenkt wird von unserem Unterbewussten wird sein Bestes tun, um uns zu torpedieren und in unserer Komfortzone zu halten. Nur ist in unserer Komfortzone keine Veränderung möglich. Sonst wärst du schon längst mutig und selbstbewusst. Deshalb ist das Dranbleiben so wichtig. Sich immer wieder aufs Neue motivieren. Sich immer wieder das Ziel vor Augen halten, wofür es sich lohnt die Komfortzone zu erweitern. Je stärker deine Motivation ist, umso leichter wird es dir fallen.

Challenge

Deshalb hatten wir auch diese Woche (Woche vom 15. November 2021) in der Facebookgruppe das Spiel gemacht zu versuchen jeden Tag die Komfortzone zu verlassen und eine Sache zu machen, die einem unangenehm ist, oder die einem schwer fällt. Übung macht ja bekanntlich den Meister. Bei mir waren das unter anderem einige unangenehme Telefonate und Buchhaltung. Du kannst es ja gerne auch mal probieren. Ich freue mich über deine Rückmeldung in den Kommentaren.

7 Tipps, wie du es leichter schaffst dranzubleiben.

  1. 1
    Ein klares Ziel
  2. 2
    Ängste und behindernde Überzeugungen überwinden
  3. 3
    Schauen, dass die Motivation stimmt
  4. 4
    Erinnerungsstützen einbauen
  5. 5
    Rückschläge als Lernmoment sehen
  6. 6
    Aus Fehlern lernen
  7. 7
    Unterstützung suchen
#Zu 1: Ein klares Ziel!

Es ist erwiesenermaßen leichter mit etwas zu beginnen und dies auch zu erreichen, wenn das Ziel klar ist. Dabei ist es wichtig, dass du dir klare Zwischenziele setzt. Von 0 auf hundert funktioniert meist nicht. Wenn du dir vornimmst, morgen von 20.000 Menschen im Fußballstadion zu sprechen, wird das sehr schwer, unabhängig davon, dass wohl kaum 20.000 Leute kommen würden.

Darum muss das Ziel realistisch bleiben und für dich erreichbar. Du darfst, aber auch gerne ein wenig träumen, wie es wäre, wenn du das Problem der Unsicherheit/Schüchternheit nicht mehr hast. Das gibt eine stärkere Motivation anzufangen, solange du dir eingestehst, dass du dieses Ziel übermorgen wahrscheinlich noch nicht umgesetzt hast.

#Zu 2: Ängste und behindernde Überzeugungen überwinden

Dies ist einer der schwierigsten Punkte, da unser Unterbewusstsein dafür sorgt, dass wir bei manchen Themen Scheuklappen aufhaben. Unser Unterbewusstsein will den Status quo auf jeden Fall behalten und tut alles, um uns zu boykottieren. Und da unser Unterbewusstsein mehr als 95% unserer Überzeugungen und Erinnerungen ausmacht… hat es sehr viel Macht über alles was wir machen.

Es empfiehlt sich, sich ständig gut zu beobachten, warum du in einer gewissen Situation so handelst, wie du handelst. So kannst du diese inneren Blockierer entlarven. Hier empfehle ich kompetente Hilfe von außen. Je nachdem kann das auch eine gute Freundin sein, aber auch sie ist oft nicht objektiv genug. Ein Coach kennt zudem gute Möglichkeiten diese Ängste und Überzeugungen zu verändern. Auch ich nutze hier verschiedene Techniken, mit denen ich meinen Kunden weiterhelfe.

#Zu 3: Schauen, dass die Motivation stimmt!

Es muss sich für dich lohnen. Deine Motivation muss stimmen. Im November mit einer Diät zu starten, um im Bikini in den Sommerferien eine bessere Figur zu haben, wird wahrscheinlich nicht ausreichen, vor allem, wenn dann die Weihnachtszeit mit all ihren leckeren Verführungen kommt.

Solltest du jedoch vor einer Knie OP besser ein paar Kilos verlieren, dann ist dies eine stärkerer Motivation, die du leichter durchhalten kannst.

Also überleg dir genau, was dich motiviert, um dein Ziel zu erreichen und schreibe es dir auf. Träume hier ruhig ein bisschen, falls du dir noch nicht wirklich vorstellen kannst, wie das ist als selbstbewusster Mensch zu leben. Den Zettel kannst du dir zur Unterstützung an eine Stelle hängen, wo du es immer siehst. Ich fotografiere mir solche Ziele auch gerne und nehme sie als Hintergrundfoto.

Stimmt die Motivation, dann schaue, dass du möglichst bald startest mit der Umsetzung von den ersten kleinen Schritten. So bekommst du schneller erste Erfolgserlebnisse, die dich stützen und je länger du wartest um so schneller schmilzt die Motivation dahin und der innere Schweinehund wird zu groß.

#Zu 4: Erinnerungsstützen einbauen

Damit du im Alltag dein Vornehmen nicht vergisst, ist es wichtig dir Erinnerungsstützen einzubauen, z.B. Termine im Kalender dafür zu blockieren oder jemanden, dem du vertraust fragen, dich regelmäßig zu erinnern. Vielleicht hilft dir auch ein Bild…

#Zu 5: Rückschläge als Lernmoment sehen!

Jeder Rückschlag kratzt an unserem Selbstbild. Wir haben es nicht geschafft!! Mal wieder nicht geschafft!!! Ich kann das eh nicht!!! Ich kann eh nichts!!! STOPP – mach dich nicht selbst fertig.

Es ist ganz normal, dass wir etwas anfangen und es klappt nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Es gibt immer Tage, wo es mal besser geht als an anderen. Manchmal ist auch der Gegenwind so groß, dass es leichter ist komplett aufzugeben. Bitte sehe dies nicht als komplettes Versagen. Egal wie, du hast in der Zeit viel gelernt. Du hast viel gelernt über die Fähigkeit, den Sport, das Instrument, die Sprache. Du hast aber auch ganz viel über dich gelernt.

#Zu 6: Aus Fehlern lernen

Dieser Punkt ist eng verbunden mit dem vorherigen. Schau immer wieder zurück auf die Momente, in denen du geübt hast:

  • Was hat gut funktioniert und was weniger?
  • Was viel dir schwer, was leicht?
  • Was hat dir geholfen dranzubleiben?
  • Wann hat es angefangen schwierig zu werden?
  • Wie bist du mit den schwierigen Momenten umgegangen?
  • Was könntest du besser machen?

In den Antworten auf diese Fragen findest du auch die Lösung, wie du ein ähnliches oder das gleiche Projekt beim nächsten Mal besser machen kannst.

#Zu 7: Unterstützung suchen

Ich empfehle dir, suche dir Unterstützung. Das kann eine Freundin sein, jemand der auch schüchtern ist und den Weg mit dir gemeinsam gehen möchte oder jemand, der den Weg schon gegangen ist und dich auf deinem Weg begleiten kann, so wie ich. Ich bin gerne für dich da. Wenn du möchtest kannst du direkt einen Termin mit mir vereinbaren.

Kommentare

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Bild von Settergen auf Pixabay