Wie Ho’oponopono alte Wunden löst
Klingt exotisch? Ist es auch. Und trotzdem ist Ho’oponopono – ein altes hawaiianisches
Vergebungsritual – eines der sanftesten und wirkungsvollsten Werkzeuge, das ich kenne, um mit
alten Verletzungen Frieden zu schließen. Mit dir selbst zuerst. Und dann mit den Menschen, die dich
verletzt haben.
Vielleicht trägst du gerade eine Geschichte mit dir, die nicht mehr loslässt. Etwas, das schon lange
her ist, aber innerlich immer noch ein bisschen weh tut. Genau dafür ist Ho’oponopono gemacht.
In diesem Artikel zeige ich dir, was hinter dem Ritual steckt, welche vier Sätze die ganze Kraft tragen
– und wie du es im Alltag anwenden kannst, um leichter zu werden.
Bevor ich dir das Ritual zeige, möchte ich dich gerne einladen: Wenn dich Themen wie Vergebung, innere Klarheit und das Spüren der eigenen Wahrheit begleiten – jeden Sonntag schicke ich dir einen ruhigen Impuls für Selbstentfaltung und Lebensfreude.
Stell dir vor, dein Tag fühlt sich wirklich nach dir an – mit der kostenlosen Meditation „Mein Tag im Flow“.
Die 4 Sätze des Ho’oponopono
Es tut mir leid.
Bitte verzeihe mir.
Ich liebe dich.
Danke.
Sprich diese Sätze mehrmals leise hintereinander – innerlich oder mit weicher Stimme. Du kannst sie an dich selbst, an einen Menschen oder an eine Situation richten. Wirken lassen. Atmen. Wiederholen
Wenn Vergeben sich lange unmöglich anfühlt
Du bist schuld, dass ich immer geglaubt habe, ich sei eine Null in Mathe …
Ja, und deshalb habe ich nichts Wissenschaftliches studiert und habe mich auch wegen Statistik nicht getraut, Psychologie zu studieren.
Ob mein Leben dadurch besser oder schlechter gelaufen wäre? Keine Ahnung. Trotzdem habe ich der Entscheidung lange nachgetrauert. Zumal ich auch lange gezögert habe, ob ich überhaupt studieren soll, ob ich die Kapazität dafür habe.
Auf der anderen Seite bin ich vollkommen froh, dass ich gerade Kunsttherapeutin geworden bin, denn der Beruf liegt mir und wahrscheinlich hätte ich erst viel später überhaupt von dem Beruf gehört, wenn ich mir zugetraut hätte, Psychologie zu studieren.
So gibt es in meinem Leben viele Momente und wahrscheinlich auch in deinem, in denen ich anderen die Schuld gegeben habe für Entscheidungen, die ich getroffen habe. Das gilt auch für zahlreiche Verletzungen und Beleidigungen, die mich im Laufe der Jahre schwer getroffen haben und die schwer auf meiner Seele lasteten.
Ho’oponopono ist ein altes hawaiianisches Vergebungsritual aus vier kraftvollen Sätzen, das
dabei hilft, innere und äußere Konflikte sanft aufzulösen. Mit Ho’oponopono habe ich einige dieser Wunden heilen können.
Was Ho’oponopono ist – und warum es so sanft wirkt
Ho’oponopono ist ein altes hawaiianisches Vergebungsritual, das von den alten Schamanen (Kahunas) angewandt wurde und wird. Das Ho’oponopono wird gesprochen, sobald jemand krank ist oder sich falsch verhalten hat. Es hilft auch bei Unstimmigkeiten innerhalb der Familie.
Die Hawaiianer gehen davon aus, dass alle Menschen miteinander verbunden sind. Was uns berührt, gehört in dieser Sicht immer auch zu uns – nicht als Schuld, sondern als Anteil an einem größeren Ganzen. Wenn wir das Geschehene so annehmen, verändert sich etwas. Plötzlich ist da kein Gegner mehr. Nur eine Geschichte, die heilen darf.
Genau darin liegt die leise Kraft dieses Rituals. Es hilft nicht nur bei zwischenmenschlichen Konflikten, sondern auch – und vielleicht besonders – bei den inneren. Bei den Stimmen, die mit uns schimpfen, an uns zweifeln, uns klein machen. Schon die alten Kahunas wussten: Stress, Leid und Schuldgefühle können körperlich schwächen. Und vermutlich kennst du das Gefühl, wenn etwas schwer wiegt und dich auch körperlich erschöpft.
Ho’oponopono ist ein altes hawaiianisches Vergebungsritual aus vier kraftvollen Sätzen, das genau diese inneren und äußeren Konflikte sanft auflösen kann.
Das Ritual des Ho’oponopono – Anleitung & Gebet
Das Ho’oponopono hilft, diese inneren und äußeren Konflikte aufzulösen. Die Kurzform besteht aus 4 Sätzen:
- Es tut mir leid,
- bitte verzeihe mir,
- ich liebe dich.
- Danke.
Sprich diese vier Sätze mehrmals leise hintereinander aus. Lass zu, was kommt – egal ob das Ruhe, Tränen, oder erst einmal nichts ist. Alles davon ist richtig. Ho’oponopono braucht keine perfekte Stimmung, sondern kreiiert diese und der Geist wird auf Vergebung eingestimmt und positives Denken ermöglicht.
Die lange Version in der Form eines Gebets ist noch kraftvoller. Diese nutze ich gerne, um tiefer liegende Themen zu behandeln und so Ruhe darein zu bringen:
Vergib mir,
wenn ich dich verletzt oder dir wehgetan habe,
in welcher Art und Weise auch immer,
mit Gedanken, Worten und Taten,
zu welcher Zeit, an welchem Ort auch immer,
in Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft.
Vergib mir.
Und ich vergebe dir,
dass du mich verletzt und mir wehgetan hast,
in welcher Art und Weise auch immer,
mit Gedanken, Worten oder Taten,
zu welcher Zeit an welchem Ort auch immer,
in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.
Ich vergebe dir.
Und ich vergebe mir selbst, und möge das große Mysterium uns beiden vergeben.
AMAMA UA NOA – das Gebet ist ausgesandt.
Wann du Ho’oponopono anwenden kannst
Du kannst Ho’oponopono jederzeit anwenden: morgens als sanftes Ritual, abends zum Loslassen
oder immer dann, wenn ein innerer Konflikt dich gerade bewegt. Manche Menschen sprechen die
vier Sätze in stillen Momenten – beim Spazierengehen, vor dem Einschlafen, beim Blick aus dem
Fenster. Andere widmen ihnen bewusst zehn Minuten. Beides ist richtig. Wichtig ist nur eines:
dass du es ehrlich tust. Dein Herz weiß, was es gerade braucht.
Mit der Zeit entsteht durch diese Praxis etwas sehr Wertvolles.
Eine Form von innerer Ruhe, die unabhängig davon ist, was im Außen geschieht.
Wenn du dieses Gefühl vertiefen möchtest, habe ich hier darüber geschrieben, wie innere Sicherheit wirklich entsteht: Sicher – aber nie ruhig? Wie du wieder innere Sicherheit findest
Was sich verändert, wenn du Ho’oponopono
regelmäßig anwendest
Ho’oponopono wirkt, weil du die Verantwortung für dein inneres Erleben sanft zu dir zurücknimmst – statt sie dauerhaft beim anderen zu lassen.
Wie oft denken wir:
Hätten meine Eltern mich anders unterstützt, dann wäre …
oder
Wenn meine Lehrer mein Potenzial erkannt hätten, dann hätte ich direkt nach der Schule…
Diese Gefühle wiegen schwer, manchmal jahrelang. Und doch: Wenn ich heute eine
Entscheidung treffen kann, konnte ich es damals auch, zumindest seit ich erwachsen genug bin. Somit erinnere ich mich, dass die Richtung meines Lebens in meinen Händen liegt.
Wir sind auch der/die Einzige, der einen anderen Weg einschlagen kann. Der die Fehler der Vergangenheit ausbügeln kann und somit seine Zukunft verändert.
Darum ist ein wichtiger Teil der Arbeit an uns selbst, die innere Vergebung und Akzeptanz all unserer Macken und Fehler, der großen und der kleinen, der bewussten und der unbewussten So können wir uns auf ein Gespräch miteinander vorbereiten, welches ohne Vorurteile und Schuldzuweisungen offen ist für die Probleme des anderen und in dem alles ausgesprochen werden darf.
Vielleicht spürst du beim Lesen, dass dieser Weg dich nicht nur im Kleinen berührt, sondern auch etwas Größeres in dir anspricht. Wenn du tiefer verstehen möchtest, warum es manchmal so schwer fällt, den eigenen Weg wirklich zu gehen, findest du hier einen weiterführenden Gedanken zur Selbstverwirklichung.
Was ist Selbstverwirklichung – und was ist es nicht?
Der Einfluss von Ho’oponopono auf unser Leben
Wenn wir die Sätze des Ho’oponopono regelmäßig in kleinen Meditationen sprechen, bereiten wir den Weg zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe und wir lernen, unserem Partner, unseren Kollegen, Freunden, anderen Mitmenschen und uns zu vergeben.
Mir hat das Ho’oponopono damals sehr geholfen, mich von vielen Gedanken zu lösen, in denen ich anderen die Schuld gab für Entscheidungen, die ich getroffen habe.
Probiere es ruhig mal aus. Über deine Erfahrungen kannst du mir gerne in den Kommentaren berichten.
Wenn du tiefer in diese Arbeit gehen möchtest, ist das ein guter erster Schritt:

Stell dir vor, dein Tag fühlt sich wirklich nach dir an.
Hol dir jetzt die kostenlose Meditation „Mein Tag im Flow“.
Ich freue mich auf dich

Quellen:
Ho’oponopono: Wie funktioniert das hawaiianische Vergebungsritual? – PhytoDoc
Ho’oponopono-Meditation: So wirkt das Vergebungsritual | FOCUS.de

ÜBER MICH:
Meine Mission ist es feinfühlige Frauen dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial wirklich zu leben. In meiner Arbeit verbinde ich klare innere Selbstführung mit kreativen Prozessen, Talentkompass, Human Design und fundiertem neuropsychologischem Wissen. So entsteht ein Raum, in dem Erkenntnis nicht Theorie bleibt, sondern im Alltag spürbar und wirksam wird. Ausdruck, Klarheit und nachhaltiges inneres Wachstum stehen dabei im Mittelpunkt.
Ich arbeite online sowie in meiner Praxis in Büllingen, Ostbelgien. Mehr über mich erfährst du hier.

