Meditierende Frau im Lotussitz. Titel für Blockaden loslassen in 7 Schritten

7 Schritte, um innere Blockaden zu erkennen und loszulassen

Viele Frauen spüren in der Lebensmitte, dass sie eigentlich mehr vom Leben wollen – doch etwas hält sie zurück. Oft sind es innere Blockaden, die verhindern, dass wir unser wahres Potenzial leben. Blockaden mit Druck wegmachen zu wollen, hilft meistens nicht. Viel wirksamer ist es, inneren Blockaden achtsam und sanft zu begegnen und sie so aufzulösen.

Hier zeige ich dir 7 Schritte, die dir helfen, deine Blockaden zu erkennen und nach und nach loszulassen.

Blockaden bremsen dich aus und halten dich davon ab, du selbst zu sein und dein volles Potenzial auszuschöpfen. Leider macht dies auf Dauer unglücklich und oft auch krank. Deshalb ist es so wichtig, sich seiner Blockaden bewusst zu werden und diese zu lösen.

Im Artikel Blockaden lösen: So findest du endlich den Mut, deine Mission zu leben erkläre ich den Zusammenhang zwischen deiner Mission und nicht gelösten Blockaden genauer.

Innere Blockaden loslassen – so geht’s

Erfahre mit welchen einfachen Schritten du es schaffen kannst deine Blockaden loszulassen.
In 7 einfachen Übungen erkläre ich dir wie du dieses Ziel Stück für Stück, Blockade für Blockade erreichen kannst.

Zur Einführung

Du möchtest deine inneren Blockaden erkennen und loslassen?

Dann stelle dir erstmal die Meisterfrage:

Was möchtest du wirklich? Warum ist es dir wichtig, die Blockade zu lösen?

  • Möchtest du frei denken,
  • Möchtest du dich leichter fühlen,
  • Möchtest du tiefer (er-)leben?
  • Oder möchtest du du selbst sein dürfen?

Das Ziel wird leichter zu erreichen sein, wenn du Klarheit mit diesen Fragen hast. Denn dann dient das Blockadenlösen nicht dem Weglaufen vor etwas, sondern dem liebevollen Zugehen auf dich selbst.

Praktische Vorbereitung:

Besorge dir am besten ein kleines Notizheftchen, damit du deine Beobachtungen und Erkenntnisse alle an einem Ort festhalten kannst. Nimm dir jeden Abend etwa 5–10 Minuten Zeit, den Tag nochmal Revue passieren zu lassen. Dann kannst du auch deine Notizen, die du gemacht hast, vertiefen.

Die folgenden Schritte basieren auf meinen Erfahrungen und der modernen Neurowissenschaft.

1. Verstehen: Innere Blockaden sind Schutz, keine Fehler

Unser Gehirn baut die Blockaden nicht aus Bosheit auf, sondern aus dem Versuch, dich zu schützen. Früher war dieses Verhalten vielleicht für dich überlebenswichtig.

Unser Gehirn speichert Erfahrungen als Verknüpfung zwischen einem Reiz und einer Reaktion.

Dir fällt zum Beispiel im Büro ein Stapel mit Akten aus der Hand und alles verteilt sich auf dem Boden. Alles in dir schlägt Alarm. Du verbindest unbewusst damit, dass du keine Fehler machen darfst, weil du sonst abgelehnt wirst. Vielleicht gerätst du jetzt sogar in Panik.

Wenn ein Schmerz zu intensiv war, auch bei emotionalen Schmerzen, wird das Gefühl weggeschaltet und durch eine Schutzstrategie ersetzt. Schutzstrategien sind Kämpfen, Flüchten, Erstarren oder auch Selbstabwertung.

  • Du schimpfst auf alles Mögliche und sammelst wütend alles wieder auf, was dir gefallen ist. (Kampf)
  • Du rennst ins Bad, auch um den Kommentaren der anderen zu entrinnen und dich dort zu beruhigen (Flucht).
  • Du bleibst wie erstarrt stehen und weißt nicht, was du tun sollst (Erstarren).
  • Oder du behauptest, du wärst noch zu doof, einen Stapel Akten zu tragen, oder du lachst es weg oder überspielst es mit Humor, den du aber eigentlich nicht fühlst (Selbstabwertung).

In diesem Fall steckt dahinter meist eine Kindheitserfahrung, bei der Liebe an Leistung geknüpft war. Die Auswirkung auf dein heutiges Leben kann dann sein:

  • Dass du probierst, alles so gut wie es irgendwie geht zu kontrollieren,
  • Dass du Angst vor Kritik hast
  • Oder dass du chronische Zweifel an dir selbst hast.

Doch innere Blockaden sind nicht dein Feind. Sie sind oft schon vor Ewigkeiten entstanden. Die Blockaden sind Teile deiner Geschichte, die früher mal passend waren. Sie haben dich geschützt, als dir diese Strategie (unbewusst) sinnvoll erschien, oder du noch keine anderen Möglichkeiten zu handeln hattest. Heute bist du erwachsen und die Reaktion auf die Situation in der die Blockade entstanden ist sollte neu bewertet werden. Denn sie ist dir nicht mehr dienlich und bremst dich aus.

2. Erkennen: Gefühle sind kein Problem, sie sind der Schlüssel

Etwas passiert, sofort kommen Druck, Scham, Selbstkritik, Angst…

Doch dieses Gefühl entsteht nicht durch das Ereignis selbst, sondern durch die Bedeutung, die dein System ihm gibt.

Vielleicht gibst du in obigem Beispiel die Bedeutung:

  • „Ich habe versagt.“
  • „Jetzt denkt wieder jeder, ich bin unfähig.“
  • „Ich werde das nie richtig hinkriegen.“

Doch diese Sätze sind nicht die Wahrheit. Sie sind deine unbewusste Bewertung der Situation.

Eine kleine Übung:

Dieser Schritt ist einer der wichtigsten, denn viele innere Blockaden sind uns gar nicht bewusst. Im Alltagstrott haben sie sich heimlich integriert und oft bemerkst du sie erst in besonderen Situationen.

Beobachte in der nächsten Woche sehr aufmerksam dein Verhalten:

In welchen Situationen spürst du Widerstand, Angst oder Selbstzweifel?

Notiere dir Stichworte:

  • Was ist passiert?
  • Wie habe ich gefühlt in dem Moment?
  • Was denke ich in solchen Momenten?
  • Was befürchte ich, könnte passieren?
  • Ist das heute wirklich wahr? Könnte meine Befürchtung eintreffen und wie wahrscheinlich wäre das?

Schreibe dies am besten direkt auf, nachdem du es bemerkt hast.

Bitte sei lieb mit dir – es geht nicht um Fehler, sondern um Muster, die entdeckt werden wollen. Für jedes Verhalten, auch für das dümmste, blödeste und lächerlichste, gibt es gute Gründe.

Denke daran, dass Gefühle nur Warnhinweise deines Körpers sind, dass etwas nicht stimmt. Deswegen versuche, das Gefühl nicht zu bewerten, sondern nimm es nur wahr.

Zusätzlich kannst du die folgende Übung machen:

Unser Körper weiß mehr, als wir oft glauben. Atme tief ein, lege die Hand auf die Stelle, wo du die innere Blockade spürst (z. B. Bauch oder Hals). Frage dich: „Was will mir mein Körper hier mitteilen?“ Höre einfach zu, ohne gleich eine Antwort zu erzwingen.

3. Umdeuten: Damals war es wahr, aber heute darfst du die innere Blockade loslassen.

Normalerweise bewerten wir die Körperreaktion des Gefühls immer aus unserer Vergangenheit heraus und geben ihm eine Bedeutung. Dadurch geraten wir in ein Reaktionsmuster und drehen uns im Kreis. Doch jetzt möchtest du die Blockade ja loslassen.

Denn dein inneres System reagiert oft nicht auf das Jetzt, sondern auf das Damals.

Als Kind konnte ein Fehler vielleicht Liebesentzug bedeuten (wenn auch meist nur temporär, da Mama/Papa/der Lehrer schimpfte). Vielleicht wurdest du auch ausgelacht und/oder du hattest das Gefühl, nicht genug zu sein.

Doch heute bist du erwachsen. Vieles hat sich geändert. Du bist nicht mehr abhängig von deinen Eltern. Liebesentzug der Eltern ist nicht mehr gleichbedeutend mit verhungern.

Deshalb darfst du heute neu bewerten, was ein Fehler ist und welches Gewicht du diesem Fehler einräumst. Denn Fehler machen alle und sie gehören zum Leben dazu.

Eine kleine Übung:

Beschreibe die Situation und warum du so reagierst, so kurz und knapp, wie es geht. Dann erlaube dir selbst, dass du anders reagieren darfst.

Zum Beispiel:

„Damals brauchte ich Perfektion, um sicher zu sein. Heute darf ich Fehler machen – und bin trotzdem geliebt.“

„Ich traue mich nicht, ins Tun zu kommen, da gefühlt alles falsch war. Heute darf ich klein anfangen und das genügt.“

„Damals dachte ich, ich wäre nicht liebenswert. Heute weiß ich, dass Liebe kein Lohn ist, sondern mein Geburtsrecht.

„Früher dachte ich, ich müsste immer stark sein, damit ich niemandem zur Last falle. Heute ist mir bewusst, dass sich wirkliche Stärke in echter Nähe zeigt und dass ich auch gehalten werde, wenn ich mal schwach bin.“

„Früher traute ich mich nicht, wütend zu sein, weil ich dann als egoistisch galt und abgelehnt wurde. Heute ist mir klar, dass meine Wut ein Zeichen ist, dass etwas nicht stimmt.“

Formuliere deine innere Blockade in diesem Stil zu deiner Situation um. Es ist deine Erlaubnis. Es ist eine neue Entscheidung deines erwachsenen Selbst.

4. Spüren: Der Körper erinnert sich und darf die innere Blockade auch loslassen.

Blockaden existieren nicht nur im Kopf. Sie sind verkörpert in deinem Atem, deiner Haltung und deinem Muskeltonus. Das äußert sich dann zum Beispiel in flacher Atmung und Verspannungen.

Kleiner Buddha im Garten - Zen werden und Zen bleiben

Eine kleine Übung:

Wenn du an die Situation denkst, wo die innere Blockade auftritt (z. B. Fehler machen), was spürst du dann?

  • Druck in der Brust?
  • Enge im Hals?
  • Zittern in den Händen?
  • Weiche Knie?
  • Kopfschmerzen?

Mache dann folgende Übung:

  • Atme bewusst ein und aus.
  • Lege deine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch.
  • Sage laut (oder im Kopf)

Ich darf einen Fehler machen und bleibe trotzdem sicher.

Oder

Ich bin liebenswert, unabhängig von meinem aktuellen Handeln.

Oder

Ich darf schwach sein und werde trotzdem als Mensch anerkannt.

Oder was auch immer zu deiner Situation passt.

Das klingt vielleicht erstmal ungewöhnlich. Doch für dein Nervensystem ist es ein echtes Erlebnis und damit ein erster Schritt zur Veränderung.

Du darfst diese Übung gerne regelmäßig wiederholen, bis sich der Satz nicht mehr fremd anfühlt, wenn du ihn aussprichst.

Lass in dir die Überzeugung wachsen, dass du genug bist, genauso, wie du bist.

„Du bist genug.“

5. Handeln: Gib deinem Gehirn eine neue Erfahrung

Bis vor kurzem glaubte dein Gehirn das, was du dir über die Blockade aus deiner Erfahrung heraus erzählt hast. Jetzt ist es wichtig, dass du deinem Gehirn eine neue Erfahrung gibst.

Denn unser Gehirn lernt durch Wiederholung. Also brauchst du konkrete Gegenerlebnisse, um dein Gehirn davon zu überzeugen, dass du die Situation, in der du die Blockade hattest, ohne Gefahr überlebst, dass du trotzdem geliebt wirst und dass die Welt nicht untergeht.

Eine kleine Übung:

Überlege dir, wie du die Situation möglichst einfach neu bewerten kannst.

Was Perfektion betrifft, kannst du zum Beispiel:

  • Absichtlich eine fehlerhafte E-Mail schreiben – mit einem kleinen Rechtschreibfehler.
  • Sie an jemanden schicken, dem du vertraust.
  • Beobachten: Was passiert nicht?

→ Du wirst nicht ausgestoßen.
→ Du wirst nicht beschimpft.
→ Die Welt geht nicht unter.

Das gleiche gilt für:

Sich nicht liebenswert fühlen, nicht ins Handeln kommen, wütend sein, stark sein müssen…

Überlege dir eine passende Handlung, mit der du dir beweisen kannst, dass du vollkommen sicher bist und weiterhin geliebt/gemocht wirst, die zu deiner Blockade passt.

Wichtig ist hier auch, dies oft zu machen und auch in verschiedenen Variationen. Denn jede neue positive Erfahrung ist für dein System der Beweis:

„Ich laufe kein Risiko, es ist ganz normal und je nachdem kann die Situation sogar positive Elemente haben.“

6. Verbinden: Sprich mit dem Teil in dir, der Angst hat

Die Blockade stammt ja oft aus längst vergangenen Zeiten, sprich deiner Kindheit. Dein inneres Kind hat diese Art der Reaktion nur bis in die heutige Zeit konserviert und spielt sie immer wieder ab.

Die Angst oder die anderen negativen Emotionen, die du im Moment deiner Blockade spürst, sind die Ängste dieses Kindes.

Damit auch dein inneres Kind diese Emotion loslassen kann, hilft dir die folgende Übung:

Eine kleine Übung:

  • Schließ deine Augen.
  • Stell dir das Kind in dir vor, das damals diesen Glaubenssatz gelernt hat.
  • Sag zu ihm:

„Ich sehe dich. Ich weiß, wie schwer es war.
Aber heute darfst du … (Fehler machen/wütend sein/ins Tun kommen/groß sein/ …)
Ich beschütze dich jetzt.“

Und das ist keine Esoterik. Das ist emotionale Integration.
Der Teil, der blockiert war, wird wieder Teil von dir.

7. Neu ausrichten: Der 4G-Kompass zeigt dir, worauf es wirklich ankommt.

Häh, was bitte?

Bis vor kurzem war es dein oberstes Ziel, das Thema deiner inneren Blockade zu vermeiden, zum Beispiel alles daran zu setzen, keine Fehler zu machen. Doch jetzt ist die Zeit, dich zu fragen:

„Was will ich heute eigentlich wirklich?“

Der 4G-Kompass nach Bodo Deletz kann dich dabei unterstützen. Es geht nämlich um vier Fragen, die mit „G“ anfangen und dir eine Richtung geben zu Tätigkeiten, die sich wirklich lohnen.

Innere Blockaden lösen mit dem 4 G- Kompass nach Bodo Deletz
Diese Fragen kannst du dir stellen, um sinnvolle, erfüllende Tätigkeiten für dich zu finden.

Zum Beispiel:
Du willst eine Präsentation halten. Statt Perfektion sagst du dir:

„Ich will etwas Gutes vermitteln,
tu das, weil es mir wichtig ist,
mache es gut genug
und tausche mich mit jemandem aus, um Rückhalt zu spüren.“

Das verändert dein inneres Klima. Und dein System beginnt, sich Stück für Stück neu zu organisieren.

Diese Fragen kannst du dir auch allgemein stellen, um herauszufinden, welche Tätigkeiten dein Leben wirklich bereichern.

Im Artikel „Affirmation oder Blockaden lösen durch Realitätsabgleich?“ erkläre ich, wann Affirmationen praktischer sind und wann man besser an den Blockaden selbst arbeitet.

Abschlussgedanke zu inneren Blockaden

Innere Blockaden sind kein Feind, sondern Botschafter. Wenn du lernst, sie sanft zu erkennen, kannst du ihre Botschaft annehmen – und dann Schritt für Schritt loslassen.

Diese Anleitung ist dafür ein sehr guter Leitfaden.

Nutze die Einladung, dich selbst in Liebe zu erkennen, genau dort, wo du dich früher verlassen hast.

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