Lass dich nicht von Social Media ablenken, sondern finde deinen eigenen Weg. Foto von mir mit dem Titel des Artikels

Raus aus dem Optimierungswahn – rein ins persönliche Wachstum

Viele glauben, persönliches Wachstum heißt, sich immer weiter zu optimieren – dabei geht es in Wahrheit darum, endlich wieder du selbst zu sein.
Doch in einer Welt voller Selbstoptimierung, Leistungsdruck und medialer Dauerbeschallung verlieren wir genau das aus dem Blick: den Menschen hinter all den Routinen, Zielen und Tools. Deshalb frage ich mich:

Wo ist eigentlich der Mensch geblieben?

  • Wir möchten auf einen Brief antworten – fragen wir doch ChatGPT. (Mit der Gefahr, dass anschließend etwas ganz anderes herauskommt als geplant.)
  • Nach der Arbeit wollen wir uns entspannen und schalten den Fernseher (Netflix) an, scrollen durch Social Media, schauen Videos auf YouTube oder TikTok oder machen Spielchen am Handy oder auf der Playstation.

Wo bleibt die Zeit, mal mit sich und anderen zusammen zu sein? Zeit zur Reflexion, Zeit, um aus dem zu lernen, was wir erlebt haben. Eigentlich brauchen unser Gehirn, aber auch unsere Seele und unser Geist regelmäßig Zeit zur Erholung. Doch mit den oben genannten Tätigkeiten laufen wir nur vor uns selbst weg. Und viele Leute haben verlernt, mit sich selbst auszukommen, ohne Ablenkung.

Doch auf diese Weise schränken wir uns in einer wichtigen menschlichen Eigenschaft massiv ein, der Fähigkeit, uns selbst positiv weiterzuentwickeln und aus dem, was in uns und um uns herum passiert, zu lernen.

Warum dieser Selbstoptimierungswahn und die ständige Ablenkung von uns selbst uns in meinen Augen von echtem persönlichem Wachstum abhalten, möchte ich in diesem Artikel erklären.

Du wünschst dir gerade in der Vorweihnachtszeit mehr persönliche Auszeiten, dann lade ich dich herzlich zu den „Seelenmomenten im Advent“ ein.

Medien & Selbstoptimierung – ein kritischer Blick:

In sozialen Medien wird Persönlichkeitsentwicklung oft als Selbstoptimierungswettkampf dargestellt. Disziplin, Leistung und Erfolg sind allgegenwärtig.

Außerdem lenkt uns die Nutzung ständig von unseren höheren Bedürfnissen ab, wie persönlichem Wachstum. Selbst die Zeit für wahre soziale Kontakte wird drastisch reduziert.

Doch echtes persönliches Wachstum ist leise, individuell und beginnt dort, wo wir aufhören, uns ständig zu vergleichen.

Mein Menschenbild – der Mensch als fühlendes, schöpferisches Wesen


„Jeder Mensch ist mit bestimmten Talenten und Eigenschaften auf diese Welt gekommen, um hier etwas zu bewirken und sein Steinchen zur menschlichen Gesellschaft beizutragen. Wir sind alle wertvoll und wachsen heißt, dich zu erinnern, wer du wirklich bist.“

– Stephanie Crumbach

Für mich erklärt sich die Welt und das Leben auf diesem Planeten nur mit einer höheren Macht und es ist für mich egal, welches Bild wir uns davon gemacht haben. Wir Menschen und auch die Tiere haben Seelen, die eng mit dieser Macht verbunden sind, und dafür brauchen wir nicht getauft zu sein oder welcher Religion auch immer anzugehören.

Die Seele nimmt sich vor der irdischen Geburt bestimmte Themen vor, die sie während ihres Lebens erleben möchte, lernen will und welchen Beitrag sie hier leisten möchte. So trägt jeder Mensch in sich eine tiefe innere Weisheit, eine natürliche Sehnsucht nach Sinn, Verbindung und Ausdruck. Doch mit der Geburt vergessen wir das alles und es bleibt höchstens als leise Ahnung in uns zurück.

Während unserer Kindheit lernen wir die Regeln der Gesellschaft, übernehmen aber auch die Erwartungen und Blockaden unseres Umfeldes. Hier entstehen Glaubenssätze, wie

  • Ich bin nicht gut genug.
  • Ich bin zu langsam.
  • Ich muss perfekt sein.
  • Ich muss mehr leisten, damit andere mich mögen.

Diese Prägungen begleiten uns später in unserem ganzen Leben. In der Artikelserie über die Grundbedürfnisse gehe ich tiefer ein auf das Verhältnis unserer Erziehung und Kinderzeit und dem Entstehen von Blockaden: „Du bist genug: Warum viele ‚Bedürfnisse‘ gar keine sind.

Unsere wahre Entwicklung besteht darin, uns freizumachen von den Erwartungen unseres Umfeldes und immer mehr zu dem Menschen zu werden, der wir ursprünglich sind. Dann können wir unsere Talente ausleben und mit unserer Seelenmission in dieser Welt wirken. Wer das schafft, wird ein Gefühl großer Erfüllung erleben, immer öfter, je mehr er sich selbst findet und danach lebt. Genau hier beginnt persönliches Wachstum.

Genau hier setzt meine Arbeit an. Egal welche Technik ich gerade nutze, es geht immer um das Entdecken der eigenen Fähigkeiten, das Überwinden der Blockaden, die uns behindern, diese zu leben, und das (kreative) Erleben der eigenen Persönlichkeit. So wird es für dich leicht, den Weg deines persönlichen Wachstums zu gehen.

Medien, Selbstoptimierung und das verzerrte Selbstbild – eine gefährliche Illusion

Wenn wir genau hinschauen, war die Welt noch nie so sicher, bequem und wohlhabend, und doch sind so viele Menschen innerlich unzufrieden. Gerade in Europa klagen wir auf hohem Niveau. Auch wenn vielerorts Arbeitslosengeld/Sozialhilfe (egal wie man es per Land nennt) verändert wird, um zu sparen und manche Dinge einfach mal anders zu machen, ist immer noch ein soziales Netz da, das einen kurzfristig auffängt. Auch die Krankenkassen unterstützen uns stark, obwohl sie meiner Meinung nach zu wenig Augenmerk auf Prophylaxe legen.

Doch uns wird überall vorgegaukelt, wie das (nach außen) perfekte Leben der Reichen und Schönen ist, und wir meinen, dieser Illusion von Erfolg und Liebe nacheifern zu müssen. Schon seit Dallas träumen viele davon, genau so reich und mächtig zu sein. Nicht nur Film und Fernsehen erwecken in uns die Illusion von perfekte Welten, auch auf Instagram, Facebook und Co. werden hunderte perfekte, teils bearbeitete Fotos gepostet und nur vereinzelt sieht man die ungeschminkte Realität. Die modernen Medien erhöhen den Druck zur Selbstoptimierung.

Alles einfach schöne Geschichten? Leider nein. Unser Gehirn kann nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Mit jeder Serie über das perfekte Leben und mit jedem Bild von Influencern, die uns eine heile Welt vorgaukeln, wecken wir in uns ein Mangelgefühl. „Ich hab das nicht – also bin ich nichts wert.“

Das Gleiche gilt für Nachrichten und Berichterstattung. Wir sehen und hören von Kriegen, Gewaltverbrechen und Amokläufen, doch selten werden in diesen Medien die ganzen großartigen Initiativen und Unternehmen vorgestellt, die diese Welt menschlicher und schöner machen. Unser Kopf glaubt dann, dass die Welt nur aus Chaos und Elend besteht.

Und selbst wenn Handy und Fernseher aus sind, prasseln ständig Informationen auf uns ein, die unser Gehirn verarbeiten muss. Da bleibt gar keine Zeit, mal zur Ruhe zu kommen. Da bleibt keine Zeit, die ganzen Reize zu verarbeiten.  Und da bleibt gar keine Zeit, sich mal zu fragen, wer eigentlich die Person ist hinter der Person, die wir im Alltag immer zeigen.

So verlieren wir uns immer mehr in einer Scheinwelt, in der wir in unserem „wahren Ich“ gar keine Rolle mehr spielen. Anstatt uns beim persönlichen Wachstum zu unterstützen, erzeugen die Medien häufig ein verzerrtes Selbstbild.

Lies auch gerne bei meinem Kollegen Sven Steffes-Holländer: Zwischen Selbstoptimierung und Erschöpfung – wie Social Media unsere Psyche beeinflusst

Wie viel Zeit verbringst du täglich mit Social Media, Nachrichten, Filmen und Serien?

Wieviel Zeit am Handy tut dir wirklich gut?

Reizüberflutung – warum wir den Kontakt zu uns selbst verlieren

Wir sind ständig auf Empfang. Für viele sind WhatsApps mitten in der Nacht zur Regel geworden. Wir reagieren, vergleichen, konsumieren.

Die Folge dieser Reizüberflutung ist eine innere Leere, Erschöpfung, das Gefühl, „nicht genug“ zu sein. Nicht umsonst haben Schlafstörungen in den letzten zwanzig Jahren rapide zugenommen. Die ständige Reizüberflutung führt dazu, dass echtes persönliches Wachstum kaum noch möglich ist.

Könnt ihr euch noch an „Momo“ von Michael Ende erinnern? Dort haben die grauen Männer die Zeit der Menschen aufgesaugt, bis sie nur noch leere Hüllen waren, die konsumierten und ständig in Eile waren. Genau das passiert in der heutigen Welt durch die Medien.


Am Allerwenigsten konnten sie (die Menschen, die Zeit sparten) die Stille ertragen. Denn in der Stille überfiel sie Angst, weil sie ahnten, was in Wirklichkeit mit ihrem Leben geschah. Darum machten sie Lärm, wann immer Stille drohte.“

– Aus „Momo“ von Michael Ende

Michael Ende hat damals eine mutige Zukunftsprognose gezeichnet.

Wir suchen Erfüllung im Außen, aber werden nie satt. Denn die wahre „Sättigung“ können wir nur in unserem Wesenskern finden. Darin einfach pur „Ichselbst“ zu sein, völlig ungeschminkt, mit allen Ecken und Kanten.

Stattdessen versuchen wir, uns selbst zu optimieren, um irgendwie dem äußeren Scheinbild gerecht zu werden. Da geht es nur um besser, schneller, perfekter: Doch wo bleibst du?

Selbstoptimierung: Warum sie uns in ein Hamsterrad der Unzufriedenheit führt

Mit Selbstoptimierung versprichst du dir Kontrolle, Erfolg, Perfektion. Du versuchst, dem verzerrten Bild nachzueifern. Abnehmen, Sport machen, perfekte Inneneinrichtung sind da nur die äußeren Anzeichen.

Wir in einer Welt, die anscheinend von uns verlangt, immer perfekter zu sein. Selbstoptimierung ist das Zauberwort, doch wir sind keine Maschinen. Natürlich ist es gut, sich in seinem Leben weiterzuentwickeln, aber nicht zu noch mehr Effizienz, Effektivität und äußerer Perfektion.

Letztendlich entsteht ein riesiger Druck zur Perfektion. Dieser Druck wird gesteuert von der Angst, „nicht richtig“, „nicht gut genug“ zu sein. So steigst du in ein Hamsterrad der Selbstoptimierung. Es ist wie eine Sucht, da du nie das erreichen wirst, was du wirklich willst. Im Gegenteil: Da das wahre Ziel im Inneren liegt und nicht im Äußeren, kannst du lange suchen. Und die innere Unzufriedenheit wächst und wächst. Denn zwischen Selbstoptimierung und Selbstentfaltung liegt eine tiefe Kluft und in dieser Kluft geht leicht der Kontakt mit unserer Seele verloren.

DOCH DU BIST GENAU SO RICHTIG, WIE DU BIST!

Persönliches Wachstum – die Rückkehr zu deinem Wesenskern

Persönliches Wachstum hingegen ist die bewusste, liebevolle Beziehung zu dir selbst. Es geht darum, wieder zu dem zu werden, was wir im Kern sind. Denn in unserem Kern liegen Freude, Liebe und Erfüllung in ihrer Reinform.

Im Gegenteil zu dem, was uns im Außen oft vorgegaukelt wird, ist echtes Wachstum oft leise. Es ist ein Innehalten, Fühlen, Wahrnehmen und Verstehen.

Diese Besinnung auf die eigenen Fähigkeiten, Talente und deine Persönlichkeit geben dir eine innere Erfüllung und Zufriedenheit. Es gibt dir Ruhe und du wirst automatisch viel mehr Sachen machen, die dir Spaß machen und die gleichzeitig auch für andere von Nutzen sind. So wächst du Stück für Stück an dir selbst. Denn du bist genug.

Und gleichzeitig ist es eine Befreiung aus der Welt des Scheins in die wahre Welt der Liebe.

Genau hier setzt meine Arbeit an. Sie hilft dir, deine wahren Talente wiederzuentdecken, sei es durch den Talentkompass oder Human Design. Daneben unterstütze ich dich mit erprobten Methoden, die Blockaden und inneren Überzeugungen zu überwinden, die dich davon abhalten, dich weiterzuentwickeln. Denn nur wenn diese aus dem Weg geräumt werden, ist der Weg zu deiner Persönlichkeit frei. Der nächste Schritt ist dann, dieses Wissen und diese Erkenntnisse im Alltag zu integrieren, um immer mehr das Glück zu erfahren, einfach du selbst zu sein, denn:

„Wachsen heißt, dich zu erinnern, wer du schon immer warst.“

So kannst du dich Stück für Stück Selbst entfalten und dir und anderen zeigen, was wirklich in dir steckt. Denn in dir liegt ein (verborgener) Schatz, der nur darauf wartet gelebt zu werden.

Du willst wissen, welche Arten Blockaden es gibt, und wie du diese lösen kannst, dann lies gerne hier weiter: Blockaden lösen: So findest du endlich den Mut, deine Mission zu leben

Wege zurück zu dir selbst

Auch ich bin schon in diese Falle getappt und habe sehr viel Zeit auf Facebook, Instagram und TikTok mit Scrollen verbracht und habe teils komplett die Zeit vergessen. Auch ausgiebigen Fernsehkonsum kenne ich gut. Gerade wenn man erschöpft von der Arbeit kommt, ist die Versuchung sehr groß. Mittlerweile habe ich meine Wege gefunden, diesen Konsum einzuschränken. Heute bin ich da viel bewusster und grenze die Zeit ein, die ich auf dem jeweiligen Kanal verbringe. Außerdem habe ich die Anzahl der Kanäle drastisch eingeschränkt.

Es gibt einige Dinge, die du umsetzen kannst, um den Weg zu dir selbst klarer zu sehen. Diese haben auch mir geholfen bewusster mit Medien umzugehen:

  • Medienfasten: Verzichte bewusst auf Medien und lasse so weniger Reize zu, oder setze dir feste Zeiten und halte dich daran.
  • Natur: Geh in den Wald und erlebe echte Sinneserfahrung statt digitaler Ablenkung. Allerdings solltest du die Kopfhörer zu Hause lassen.
  • Kreative Selbsterfahrung: Intuitives Malen, Schreiben oder Journaling.
  • Körperwahrnehmung & Atmung: Komme aus dem Kopf ins Spüren durch Fantasiereisen oder (geführte) Meditationen. Das ist besonders hilfreich nach einem anstrengenden Arbeitstag.
  • Zeit für Gefühle: „Was spielt gerade wirklich in mir, nicht auf dem Bildschirm?“

Mach dir aber bitte keinen Stress, wenn du doch mal wieder zu lange am Handy warst. Manchmal ist genau dies nötig. Wenn du merkst, du rutschst wieder in alte Muster, dann leg das Handy weg und mach etwas anderes. Die Versuchung ist einfach groß. Doch mit dem Bewusstsein, dass dir zu viel Handyzeit nicht gut tut, wächst auch dein innerer Wille nicht zu viel Zeit mit sozialen Medien zu verbringen, bzw. diese Zeit bewusster zu nutzen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass du immer wieder deine Ziele und Sehnsüchte überprüfst. Sind dies wirklich Dinge die dir gut tun oder sind es Dinge, die du meinst haben zu müssen?

Lies hier gerne weiter in der Artikelserie über unsere wahren Bedürfnisse: Du bist genug: Warum viele ‚Bedürfnisse‘ gar keine sind.“ oder spezifischer auf das Leben deiner Talente: Wie du aufhörst, zu zweifeln – und beginnst, zu wirken“.

Fazit: Das Leben will dich – nicht deine perfekte Version

Du siehst, wir müssen nicht besser werden, sondern bewusster. Es reicht, wenn wir uns Zeit nehmen, uns selbst wieder zu begegnen, ohne die Maske der Selbstoptimierung.

Die Rückkehr zu dir selbst ist kein Rückschritt, sondern ein Aufwachen. Sie erlaubt dir, deinen eigenen Weg zu gehen und wieder in Kontakt zu kommen mit dir, deiner Seele und deiner Seelenmission,

Du möchtest dich selbst wieder etwas mehr erfahren, anstatt im ständigen Vergleich mit anderen zu sein? Du möchtest dem Stress der Vorweihnachtszeit entkommen? Dann lade ich dich herzlich in mein kostenloses Adventsangebot „Seelenmomente im Advent“ ein:

Seelenmomente, die Entspannung und Achtsamkeit bringen

Ich freue mich auf dich

Wecke das SamenCorn in dir🌱

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