Selbstverwirklichung: Wie geht das?
Frauen spüren oft irgendwann diesen stillen Wunsch nach einem Leben, das sich echter anfühlt. Ein Leben, das nicht nur funktioniert, sondern erfüllt. Vielleicht trägst du ebenfalls dieses leise Gefühl in dir, dass da mehr wartet – etwas, das du noch nicht ganz greifen kannst, aber das dich innerlich ruft.
Genau an diesem Punkt taucht oft die Frage auf: Selbstverwirklichung: Wie geht das eigentlich?
Wie beginnt man, wenn man zwar etwas spürt, aber noch keinen klaren Weg sieht? Und was bedeutet es überhaupt, sich selbst zu verwirklichen, während das Leben im Außen weiterläuft wie immer?
Dieser Moment ist kein Zeichen von Schwäche oder Unzufriedenheit. Er ist ein Zeichen von innerer Bereitschaft. Ein Zeichen dafür, dass etwas in dir erwachen möchte. Selbstverwirklichung beginnt nicht mit großen Entscheidungen, sondern mit der sanften Rückkehr zu dir selbst – Schritt für Schritt, in deinem eigenen Tempo.
Kennst du diese leise Sehnsucht nach mehr? Vielleicht ist sie auch nicht leise, sondern eher laut und fordernd. Finde mit der Anleitung „Mission: Ich“ heraus, was deine Aufgabe im Leben ist und wie du sie in dein Leben integrieren kannst.
Selbstverwirklichung, wie geht das?
Selbstverwirklichung beginnt nicht mit großen Entscheidungen, sondern mit kleinen Momenten, in denen du dich wieder spürst. Diese fünf Schritte helfen dir, sanft in deinen eigenen Weg hineinzuwachsen.
1. Dich selbst wahrnehmen statt dich zu vergleichen
2. Innere Blockaden erkennen und verstehen
3. Deine Stärken wiederentdecken
4. Deine Werte als inneren Kompass nutzen
5. Kleine Schritte gehen, die dir entsprechen
So entsteht ein Leben, das wirklich zu dir passt und dich erfüllt.
Warum so viele Frauen Ü40 das Gefühl haben, nicht ihr echtes Leben zu leben
Bei mir war Anfang 40 nach außen hin alles so weit ok. Mein Leben funktionierte gut. Okay, es gab Dinge, die nicht gelaufen sind, wie ich es geplant hatte, aber im Großen und Ganzen … Allerdings war da, all die Jahre, dieses Gefühl, dass ich viel mehr kann, als ich zeige, dass ich mich eigentlich die ganze Zeit verstecke. Und in stillen Momenten, aber manchmal auch in turbulenten Zeiten, war da dieser leise Ruf nach mehr und mit der Zeit wurde er immer lauter, bis ich ihn nicht mehr überhören konnte.
Frauen über 40 tragen häufig dieses leise Gefühl in sich, dass das eigene Leben irgendwie nicht ganz passt. Es ist eine Mischung aus innerer Leere, stiller Sehnsucht und dem Wunsch, endlich wieder sie selbst zu sein. Vielleicht hat das Leben lange funktioniert, vielleicht ist auch nichts wirklich „falsch“. Und doch spürst du, dass da etwas in dir schlummert, das gesehen und gelebt werden möchte.
Selbstverwirklichung beginnt oft genau dort, wo dieses Gefühl auftaucht. An diesem feinen Punkt, an dem du bemerkst, dass du mehr bist als die Rollen und Erwartungen, die du im Laufe der Jahre getragen hast.
Was Selbstverwirklichung wirklich bedeutet (und was nicht)

„Selbstverwirklichung beginnt da, wo du aufhörst zu Jammern und beginnst, dein Leben in die Hand zu nehmen.“
– Stephanie Crumbach
So lange wir im Jammer-Modus sind, suchen wir die Schuld im Außen, das „Alles“ nicht funktioniert. Doch sobald du beginnst dich auf deinen eigenen Anteil zu konzentrieren kann große Veränderung in deinem Leben beginnen.
Selbstverwirklichung ist kein großes Projekt und kein radikaler Umbruch von einem Tag auf den anderen. Es ist auch nichts Egoistisches. Es bedeutet vielmehr, dich wieder daran zu erinnern, wer du bist. Dich an deine Werte, deine Talente, deine Sehnsüchte und an die leise Stimme in dir zu erinnern, die vielleicht zu lange keinen Platz hatte.
Selbstverwirklichung heißt, dein Leben Schritt für Schritt so auszurichten, dass es dir entspricht. Dass du spürst, dass du lebst, und nicht nur funktionierst. Und diese Lebendigkeit durchdringt jede Faser deines Seins.
Wie du dich selbst verwirklichen kannst: 5 Schritte für EinsteigerInnen
Selbstverwirklichung ist tief in unserem Wesen verankert. Sie gehört sogar zu den Grundbedürfnissen. Oft läuft sie daher auch unbewusst ab. Doch wenn der Ruf in dir stark ist, ist es wahrscheinlich, dass es sinnvoll ist, Selbstverwirklichung aktiv anzugehen.

Im Folgenden zeige ich dir einen alltagstauglichen Einstieg in fünf Schritten.
Selbstverwirklichung, dein persönlicher Start:
- Aufhören, dich zu vergleichen, und anfangen, dich zu spüren
Vergleiche sind der häufigste Grund, warum Frauen ihre innere Stimme verlieren. Vielleicht hast du dich lange daran orientiert, was „man“ macht. Was vernünftig ist. Was andere erwarten. Doch Selbstverwirklichung beginnt dort, wo du wieder lernst, dich selbst wahrzunehmen.
Auch ich habe mich so oft angepasst. Diese Arbeiten konnte ich zwar gut, aber viele Aspekte von dem, was ich konnte, waren nicht dabei. Ich wollte immer genau so gut sein wie Kollegin A oder Kollegin B. Dass ich einfach ganz andere Qualitäten habe, habe ich lange nicht erkannt. Irgendwann merkte ich, dass das nicht wirklich ich bin. Ich hörte wieder mehr auf mich selbst und fing an, meine eigenen Qualitäten mehr in den Vordergrund zu stellen, und meine Arbeit erfüllte mich auf eine ganz neue Weise.
Erst wenn du dich wieder spürst, kannst du erkennen, was dir fehlt und was dir guttut. - Deine Blockaden erkennen, ohne darin stecken zu bleiben
Blockaden gehören zum Leben dazu. Jeder Mensch hat sie. Das Entscheidende ist nicht, sie zu bekämpfen, sondern zu verstehen, was hinter ihnen liegt. Eine Blockade zeigt dir, wo du innerlich stehen geblieben bist, obwohl du weiter willst.
Wie du Blockaden erkennst und sie lösen kannst, erfährst du im Artikel: „Blockaden lösen: So findest du endlich den Mut, deine Mission zu leben“.
Der Schlüssel ist, Blockaden als Türöffner zu sehen. Dahinter wartet dein verborgener Anteil, der bisher keinen Raum hatte. - Deine Stärken entdecken und ihnen wieder bewusst Raum geben
Selbstverwirklichung ohne deine Stärken geht nicht. Denn deine Stärken sind das Fundament dafür, was dich lebendig macht. Viele Frauen wissen gar nicht mehr, was sie gut können, weil sie sich jahrelang an das angepasst haben, was gebraucht wurde.
Ich habe eine große Gabe, mich in andere Menschen einzufühlen und sie und ihre Beweggründe zu verstehen, teilweise noch bevor es ihnen selbst bewusst ist. Das war für mich anfangs sehr anstrengend und auch irritierend, denn ich bin damit so manches Mal ins Fettnäpfchen getreten. Erst als ich gelernt habe, mich vornehm zurückzuhalten und mein Wissen nur zu teilen, wenn dieses gefragt war, wurde es besser. Heute ist diese Intuition bei meiner Arbeit meine Superkraft.
Ein sehr gutes Mittel, um seine Stärken zu erkennen, ist der Talentkompass. Er zeigt, wofür du wirklich gemacht bist und welche Fähigkeiten dich von innen heraus tragen. Daher braucht das Ziel auch nicht unbedingt eine berufliche Veränderung zu sein. - Deine Werte kennen, damit du Entscheidungen triffst, die zu dir passen
Wenn du deine Werte nicht kennst, fühlst du dich im Leben schnell orientierungslos. Viele Frauen Ü40 leben Werte wie Verantwortung, Fürsorge und Funktionieren. Sie vergessen dabei oft ihre eigenen Bedürfnisse, Kreativität, Freiheit oder inneres Wachstum.
Wenn du deine Werte klar vor dir siehst, entsteht innere Orientierung. Du erkennst, was du nicht mehr möchtest und wonach sich dein Leben tief im Inneren sehnt.
Das Entdecken der eigenen Werte ist auch ein Kapitel im Talentkompass. Ansonsten gibt es im Internet einige gute Tools, mit denen man seine Werte entdecken kann, z. B. hier: „Welche Werte habe ich?“ der Uni Braunschweig.
Im Artikel: „Meine 3 wichtigsten Werte: Authentizität, Kreativität und Wirksamkeit!“ erzähle ich dir über meine drei wichtigsten Werte, und wie sie mein Leben beeinflussen. - Kleine Schritte statt große Lebensumbrüche
Selbstverwirklichung ist kein Knall. Sie ist ein leiser Prozess, der aus kleinen Entscheidungen entsteht. Besonders dann, wenn du viel Verantwortung trägst. Große Umbrüche sind selten nötig. Oft reicht es, im Alltag kleine Experimente zu starten.
Zum Beispiel
– Jeden Tag einen kleinen Moment der Achtsamkeit, wie z. B. einen kleinen Spaziergang zu machen und die Natur zu genießen.
– Dich einmal am Tag fragen: Was brauche ich gerade wirklich?
– Einen winzigen Schritt in eine Richtung ausprobieren, die sich richtig anfühlt.
– Mutige Mini-Entscheidungen, die deinem wahren Selbst Raum geben.
Das ist der sicherste Weg, ohne Druck in ein Leben hineinzuwachsen, das zu dir passt, denn meist ist es schwierig, einfach quasi über Nacht alles umzukrempeln.
Wie mich mein Weg zur Selbstverwirklichung verändert hat
Ich habe im Laufe meines Lebens erlebt, wie sehr wir uns selbst aus dem Blick verlieren können. Wie leicht es ist, die Erwartungen anderer über die eigenen Bedürfnisse zu stellen. Und wie schwer es manchmal ist, zu glauben, dass man wirklich etwas Besonderes in sich trägt.
Als Jugendliche war ich schon immer „komisch“, halt irgendwie anders. Vieles was meine Altersgenossen cool fanden, fand ich albern. Oft bin ich meinen eigenen Weg gegangen, doch ich wollte trotzdem so gerne dazugehören.
- wie viele Entscheidungen habe ich getroffen, um meinen Eltern zu gefallen?
- Wie viele Entscheidungen habe ich getroffen, um von meinen Klassenkameradinnen und später von meinen Kolleginnen akzeptiert zu werden?
- Wie oft habe ich Sachen gemacht, um Anerkennung zu bekommen?
Und mit jeder dieser Entscheidungen wuchs der Abstand zu meiner wahren Essenz, meinem Lebensplan. Gleichzeitig habe ich immer wieder meine Eigenheiten ausgelebt, es war ein ewiges Mäandern zwischen Anpassen und Authentizität. Doch je mehr ich bewusst meinen Weg gehe, Entscheidungen treffe, die aus mir selbst kommen, umso tiefer finde ich mich selbst und umso intensiver ist der Kontakt zu meiner Intuition und meiner Seele. So wuchs das Gefühl des Ganz seins und der inneren Erfüllung immer mehr. ein gleichzeitig erlebte ich ein Gefühl der Wärme, der Lebendigkeit und der inneren Fülle. Zugegeben, immer wieder hatte ich Unterstützung im Außen. Mit meiner Schwester habe ich mich viel ausgetauscht, da sie mich und meine Lebenssituation gut kennt. Und ich habe mir Coachs gesucht, um mit die Blockaden in meinem Denken endlich aus dem Kopf zu bekommen.
Selbstverwirklichung war und ist für mich kein Ereignis, sondern ein längerer Prozess und ein Ankommen bei mir selbst. Ein Zurückholen meiner inneren Stimme. Ein Wiederentdecken meiner Gaben. Und ein Zutrauen in die Frau, die ich immer war. Es ist auch ein Prozess, der mein Leben andauern wird, nicht weil ich nicht angekommen bin, sondern weil noch soviel zu entdecken ist.
So findest du deinen Weg, auch wenn du noch keinen Plan hast
Wenn du noch nicht weißt, wohin dein Weg geht, beginnt er genau hier. Mit kleinen Fragen:
- Wo fühle ich mich lebendig?
- Woran denke ich immer wieder heimlich?
- Welche Momente tragen mich
- Welche Träume habe ich verdrängt?
- Was würde ich tun, wenn niemand widersprechen würde?
Diese Fragen öffnen Türen in dir. Und sie zeigen dir einen Weg, der nicht von außen kommt, sondern aus deinem Inneren.
Selbstverwirklichung beginnt genau da, wo du heute stehst
Du musst nichts Großes verändern. Du musst nicht alles wissen. Du musst nur bereit sein, dich wieder zu spüren. Denn Selbstverwirklichung ist ein Prozess, der leise beginnt und in dir wächst. Schritt für Schritt, von innen nach außen. Und genau so darfst du ihn gehen.
Ich lade dich herzlich ein auf eine Reise zu dir selbst: Mache die „Mission ich“ und danach wirst du schon ein klareres Bild über deinen Weg zur Selbstverwirklichung haben.

Entdecke mit „Mission: Ich“ deine Klarheit, löse alte Blockaden und verbinde dich wieder mit deinem wahren Warum
Erhalte die einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung und mache dich auf deine persönliche Reise zu dir selbst.
Ich freue mich auf dich


ÜBER MICH: Meine Mission ist es Menschen zu helfen ihr volles Potenzial auszuleben. In meinen Workshops und meinem Coaching unterstütze ich Menschen dabei, ihr Potenzial zu entfalten und ihre Lebensmission wiederzuentdecken. Hierfür nutze ich verschiedene Techniken wie Talentkompass und Human Design genauso wie neuropsychologisches Coaching und kreative Prozesse. Ausdruck und inneres Wachstum stehen dabei im Mittelpunkt. Ich arbeite sowohl Online, als auch in meiner Praxis in Büllingen, Ostbelgien.
Mehr über mich erfährst du hier.

Danke, dass du das zum Thema machst und auch gleich so viele Wege an die Hand gibst, wie man dieses abstrakte Thema der Selbstverwirklichung angehen kann, allein das Wort kann ja schon sehr einschüchternd wirken. 😅 LG, Antonia
`Sehr gerne liebe Antonia
Liebe Stephanie,
vielen Dank für deinen mutmachenden Artikel. Selbstverwirklichung ist so ein großes Wort. Da weiß ich dann gar nicht mehr, wo ich anfangen soll. Aber so wie du es beschreibst, wird es auf einmal leichter. Einfach losgehen, dann kommt es schon, lese ich für mich da raus.
Herzlichen Dank für diese Inspiration und herzliche Grüße
Birgit
Liebe Birgit,
vielen Dank für deine Rückmeldung. Ja, eigentlich ist es viel einfacher als gedacht. Einfach losgehen. Manchmal kann natürlich ein Wegweiser, also jemand, der einen anleitet, nicht schaden🥰.
Liebe Grüße Stephanie